Pflanzenöl ist ein kompressibler, das heißt „zusammenquetschbarer“ Kraftstoff. Diese Kompressibilität entsteht dadurch, dass Pflanzenöl im Vergleich zu Dieselkraftstoff in höherem Maße Luft adsorbiert. An schnell bewegten Teilen der Einspritzanlage bildet sich durch Separation eine Öl/Luft-Emulsion, welche eine sehr hohe Kompressibilität aufweisen kann. Das führt bei manchen Systemen zum Prellen* von Düsennadeln oder anderen Komponenten im Hochdruckbereich des Einspritzsystems.
Kavitationsschäden
Durch diese Lufteinschlüsse kann es auch zu Kavitationsschäden im Einspritzsystem (einschließlich der Einspritzdüsen bzw. Injektoren) kommen. Die daraus resultierende verspätete Einspritzung kann Abbrand und Leistungscharakteristik verändern, sowie zu Treibstoffeintrag ins Motoröl und reaktiven Rückständen im Brennraum führen.
Die eoil-Lösung
Im Ultraschallgefäß wird der Kraftstoff mit Hilfe einer Ultraschallbehandlung aufbereitet. Dadurch wird die Kompressibilität des Pflanzenöls minimiert, wodurch Kavitationsschäden vermieden werden.
Kraftstofftransport
Die temperaturabhängige Viskosität führt bei Pflanzenöl oftmals dazu, dass herstellerseitig verbaute Filteranlagen auf Papierbasis den Volumenstrom nicht aufrecht erhalten können – gerade bei niedrigen Temperaturen.
Kraftstofffilterung
Oxidiert warmes Pflanzenöl mit Luftsauerstoff, so kommt es zur Verharzung und die Papierfilter verkleben. In Pflanzenöl sind außerdem Lipide in unterschiedlichen Mengen enthalten, welche zur Membranbildung neigen. Dies führt an den Feinstrukturen der Papierfilter zu Verdichtungen. Aus diesen Gründen sind Dieselkraftstofffilter nicht zur Filtration von Pflanzenölen geeignet.
Die eoil-Lösung
Das eoil-Systemplus umgeht diese Schwierigkeiten, indem ein spezielles Filtersystem die serienmäßig eingebauten Dieselfilter ersetzt. Die Filter sind so konstruiert, dass sie verhindern, dass Wasser und Schmutzpartikel aus dem Kraftstoff in das System gelangen.
Oxidation
Da warmes Pflanzenöl bei Kontakt mit Luftsauerstoff zur Verharzung bzw. Oxidation neigt, entstehen Schwierigkeiten wie die Herabsetzung der Zündfähigkeit oder die Abscheidung von Wasser und Säuren durch Hydrolyse.
Ablagerungen
Sowohl bei Pflanzenöl, als auch bei Dieseltreibstoff kann es durch unvollständige Verbrennung zu Ablagerungen reaktiver Rückstände an sensiblen Stellen im Motor kommen. Dies führt zu mechanischen Belastungen von Baugruppen, wie z.B. Ventilführungen und Kolbenringnuten. Im Gegensatz zu Dieselkraftstoff fehlt dem Pflanzenöl der Zusatz, der diese Ablagerungen verhindert.
Polymerisation
Kraftstoffeintrag ins Motoröl ist nicht zu vermeiden. Jedoch ist der Eintrag bei Dieseltreibstoff deutlich unproblematischer, da dieser bei Betriebstemperatur verdampft. Pflanzenöl hingegen hat einen höheren Siedepunkt und verdampft deshalb nicht. Unter bestimmten Bedingungen kann dies zur Polymerisation („Gum-Bildung“) führen und hat dadurch kapitale Motorschäden zur Folge.
Die eoil-Lösung
Beim eoil-Systemplus werden Polymerisation und Ablagerungen verhindert. Das geschieht dadurch, dass Kraftstoff von vornherein nicht erhitzt wird und durch den kurzen Kraftstoffkreislauf (Ultraschallgefäß – Vorlauf – Einspritzsystem – Rücklauf – Ultraschallgefäß) unter Stickstoffatmosphäre eine Oxidation im Ultraschallgefäß unmöglich ist. Hinzu kommt die Additivierung mit der Dosiereinheit AdRU über den Luftansaugkanal.