FAQ
A. Abgas | ABE | Amortisation | Ablagerungen | Additive
D. DIN-Norm für Dieselkraftstoff
F. Fließverbesserer | Filter | Flammpunkt
K. Kraftstoff | Kompressibilität | Kavitation | Kaltstart | Krebsrisiko | Kosten
M. Mischungen | Maschinenbruchversicherung
P. Pflanzenöl | Polymerisation | Pkw | Preis
U. Ultraschall | Umrüstsysteme (Ein-Tank-, Zwei-Tank-Systeme, eoil-Systemplus)
V. Versicherung | Viskosität | Verkokung | Unvollständige Verbrennung | Verharzung
W. Weihenstephaner Standard | Winterbetrieb | Wartung
A. Abgas | ABE | Amortisation | Ablagerungen | Additive
- Hat Pflanzenöl die gleichen Abgaswerte wie Diesel?
Pflanzenöl hat grundsätzlich etwas andere Abgaswerte als Dieselkraftstoff, die z.B. für die Partikelemission beim eoil-Systemplus niedriger, für die Stickoxide (NOx) aber etwas höher liegen als bei Verwendung von Dieselkraftstoff. Das eoil-Systemplus ist aber in Verbindung mit der SCR-Technik (Selective-Catalytic-Reaction-Technik) und einer speziellen Regelung in der Lage, die ab Oktober 2007 für EURO-V-Fahrzeuge geforderten NOx-Werte einzuhalten.
- Erlischt die ABE meines Fahrzeugs durch die Umrüstung?
Nein, mit dem Einbau des eoil-Systemplus wird keine bauartliche Veränderung des Fahrzeugs vorgenommen, deshalb erlischt die ABE nicht.
- Wie schnell amortisiert sich die Investition?
Die Amortisationszeit hängt von der Laufleistung des Fahrzeugs bzw. der Maschine und der Preisdifferenz von Diesel und Pflanzenöl ab. Mit Hilfe des Wirtschaftlichkeitsrechners können Sie Ihre persönliche Wirtschaftlichkeit berechnen.
- Wie werden Ablagerungen im Motor vermieden?
Aufgrund unvollständiger Verbrennung kann es sowohl bei Pflanzenöl als auch bei Dieselkraftstoff zu Ablagerungen reaktiver Rückstände an sensiblen Stellen im Motor kommen. Diese beeinträchtigen die Funktion verschiedener Baugruppen, wie z.B. Ventilführungen und Kolbenringnuten. Während Dieselkraftstoff so additiviert ist, dass sich Ablagerungen nicht festsetzen können, fehlt dem Pflanzenöl dieser Zusatz.
Das USG des eoil-Systemplus konditioniert das Pflanzenöl so, dass es bestmöglich verbrannt werden kann. Die zusätzliche automatische Additivierung mit dem eoil-Additiv AdRU sorgt zudem dafür, dass auch minimale Verbrennungsrückstände abgebaut werden und so dem Motor nicht schaden können.
- Was bedeutet Additivierung?
Moderne Verbrennungskraftmaschinen erfordern von ihren Schmierstoffen Leistungen, die weit über eine einfache Verringerung von Reibung und Verhinderung von Verschleiß hinausgehen. Die Erfüllung dieser Anforderungen verlangt Eigenschaften, die unlegierte Mineralöle oder Synthetikflüssigkeiten gar nicht oder nur mit zu niedriger Leistungsfähigkeit aufweisen. Deswegen werden den Motorenölen chemisch und/oder physikalisch wirkende Additive zugesetzt, die heute (einschließlich ihrer Lösungsträger) Dosierraten von 20 % und mehr in voll formulierten Motorenschmierstoffen erreichen. Additive können bereits vorhandene Eigenschaften verbessern, z.B. das Fließverhalten, oder Ölen noch nicht vorhandene Eigenschaften verleihen, z.B. detergierende Wirkung. Hauptanwendungsbereiche für Additive sind der Schutz der Motorenbauteile vor Verschleiß, Verschmutzung und Korrosion und die Verbesserung des Viskositätstemperatur-Verhaltens des Öls. Durch Additive lassen sich jedoch nicht alle Eigenschaften des Motorenöls beeinflussen. So sind z.B. die Wärmeleitfähigkeit, die Viskositäts-/Druckabhängigkeit, die Gaslöslichkeit im Öl und das Luftabscheidevermögen nicht oder nur in sehr geringem Umfang beeinflussbar.
- Wofür benötigt man das eoil-Additiv?
Die Dosiereinheit mit dem Additiv AdRU ist fester Bestandteil des eoil-Systemplus. Sie additiviert den Luftansaugbereich des Motors. Sie sorgt für eine automatische Dosierung des eoil-Additivs AdRU am Ventiltrieb, im Brennraum und im Motoröl. AdRU verhindert die Ablagerungen an sensiblen Stellen im Motor und die Polymerisation des Motoröls durch reaktive Abbrandprodukte des Kraftstoffs Pflanzenöl.
- Was sind biogene Kraftstoffe?
Mit biogenen Kraftstoffen (Biokraftstoffen) werden zumeist Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren bezeichnet, die aus Biomasse hergestellt werden. Kraftstoffe aus Biomasse werden auch als Biotreibstoffe bezeichnet.
Zu den Biotreibstoffen gehören:
- Biogas: entsteht beim Vergären von organischen Stoffen
- Kraftstoff Pflanzenöl: bedeutet die direkte Verwendung von Pflanzenöl, z.B. Rapsöl
- Biodiesel: wird aus Pflanzenöl oder Tierfett gewonnen
- Bioethanol: entsteht durch alkoholische Gärung
- BtL-Kraftstoff (Biomass to Liquid): flüssiger Kraftstoff aus festen Stoffen, z.B. Pflanzenreste, Holz. Handelsnamen sind z.B.: Eco-Par, Sunfuel oder Sundiesel
- Bio-Wasserstoff: wird aus Biomasse durch Dampfreformierung gewonnen
- Was ist die Biokraftstoffquote / das Biokraftstoffquotengesetz?
Am 26. Oktober 2006 verabschiedete der Bundestag das Biokraftstoffquotengesetz (BiokraftQuG), das zweite wesentliche Gesetz für den Biokraftstoffmarkt, das am 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist.
Das Gesetz führt zum 1. Januar 2007 Mindestquoten für die Beimischung von Biokraftstoffen zu Benzin und Diesel ein (BiokraftQuG Artikel 3, § 37a Abs.3 Bundes-Immissionsschutzgesetz). Der Biokraftstoffanteil im Diesel soll ab 2007 mindestens 4,4 % betragen, bei Benzin 1,2 % mit einer jährlichen Erhöhung um weitere 0,8 % auf mindestens 3,6 % in 2010. Ab 2009 muss außerdem eine Gesamtquote eingehalten werden, die von 6,25 % auf 8,00 % im Jahr 2015 ansteigt. Der Mindestanteil kann dabei durch Beimischung zu Otto- und Dieselkraftstoff oder durch das Inverkehrbringen reinen Biokraftstoffs erbracht werden.
Wird die Quotenpflicht nicht eingehalten, drohen Sanktionen von 60 st/l Biodiesel bzw. 90 st/l Bioethanol.
Reinbiokraftstoffe, die nicht zur Erfüllung der Quote eingesetzt werden, profitieren weiterhin von der Steuerbegünstigung. Voraussetzung ist die Erfüllung der jeweiligen Norm für Biodiesel und Pflanzenöl (BiokraftQuG Artikel 1, § 50 Abs. 4 EnergieStG).
Weiterhin sieht das Biokraftstoffquotengesetz eine jährliche Berichterstattung der Bundesregierung an den Bundestag zur Biokraftstoffentwicklung vor, die u.a. der Überprüfung einer Über-/Unterkompensation der Mehrkosten bei der Biokraftstofferzeugung dient (BiokraftQuG Artikel 1, § 50 Abs. 6 EnergieStG). Erstmals ist der Bericht im Herbst 2007 vorzulegen. Belegen die Marktverhältnisse eine ungerechtfertigte Besteuerung der Reinbiokraftstoffe, kann der Bundestag die Steuersätze durch Parlamentsbeschluss entsprechend anpassen.
- Was ist der Unterschied zwischen Biodiesel und Pflanzenöl?
Die Begriffe Biodiesel und Pflanzenöl werden häufig fälschlicherweise synonym verwendet. Pflanzenöl ist der reine ursprüngliche Rohstoff, der aus einer Ölpflanze gewonnen wird. Biodiesel wird durch eine Veresterung des Rohstoffes Pflanzenöl hergestellt. Dazu wird in einem chemischen Prozess das Triglycerid (Fettmolekül) in drei Fettsäuren und den dreiwertigen Alkohol Glycerin aufgespaltet. An die freien Enden der Fettsäuren wird chemisch der einwertige Alkohol Methanol gebunden. So werden aus einem großen Molekül drei kleinere hergestellt. Das Glycerin wird abgetrennt und stellt einen wertvollen Grundstoff für die chemische Industrie dar. Grundsätzlich eignet sich eine Vielzahl pflanzlicher Öle für die Herstellung von Biodiesel, für den das Rapsöl zu einem Synonym geworden ist.
Biodiesel ist chemisch Fettsäuremethylester (FAME) bzw. Raps-Methylester (RME), wodurch er dünnflüssig wie Diesel ist. Von vielen Fahrzeugherstellern ist er offiziell als Dieselersatz freigegeben. Für die Nutzung von Biodiesel ist keine vergleichbare Umrüstung wie bei der Nutzung von Pflanzenöl notwendig, sondern nur die Sicherstellung von z.B. biodieselresistenten Schläuchen und Dichtungen erforderlich.
Da Biodiesel einen geringeren Brennwert als Diesel und reines Pflanzenöl hat, ist der Verbrauch ca. 10 % höher. Der Biodieselpreis orientiert sich direkt am Dieselpreis. Steigt der Dieselpreis wird auch Biodiesel teurer.
- Darf Biodiesel mit dem eoil-Systemplus verwendet werden?
Mit dem eoil-System bzw. dem eoil-Systemplus darf kein Biodiesel verwendet werden.
- Was bedeutet CO2-Neutralität?
Mit dem Begriff CO2-Neutralität oder CO2-neutral werden Zustände bzw. Prozesse bezeichnet, bei denen das aktuelle globale CO2-Gleichgewicht nicht verändert wird. Da aus Pflanzen gewonnene, nicht-fossile Brennstoffe, wie z.B. Ethanol, Rapsöl und Holz, bei nachhaltiger Erzeugung dieses Kriterium erfüllen, gelten sie als CO2-neutral.
Wie viel CO2 kann ich sparen, wenn ich Pflanzenöl statt Diesel verwende?
Die Installation des eoil-Systemplus ermöglicht die Nutzung von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff und leistet damit einen nennenswerten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die Nutzung von Pflanzenöl anstelle von Dieselkraftstoff ermöglicht eine CO2-Einsparung von 2,24 kg pro 2 Liter. Bei einem Verbrauch von 30 l/100 km erzielt ein Lkw damit eine Einsparung von 6,7 t CO2 je gefahrenen 10.000 km.
Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 150.000 km/Jahr werden von 5000 Lkw damit 500.000 t CO2 pro Jahr eingespart. Das entspricht einer Menge an CO2, die für die Energieversorgung einer kleinen Großstadt freigesetzt wird. Bei der Verbrennung von Pflanzenöl werden 2,7 kg CO2 pro Liter erzeugt. Davon werden 2,24 kg CO2 klimawirksam eingespart. Das entspricht einer klimawirksamen Einsparung von 83 %. Bei Verzicht auf mineralische Energieträger bei der Erzeugung des Pflanzenöls kann eine 100 %ige CO2-Neutralität erreicht werden.
- Was besagt die Cetanzahl?
D. DIN-Norm für Dieselkraftstoff
- Gibt es eine DIN-Norm für Pflanzenöle als Kraftstoff?
Ja, es gibt die Vornorm DIN V 51605. Dieser Norm muss Pflanzenöl genügen, das in Fahrzeugen oder Maschinen mit dem eoil-Systemplus verwendet wird.
- Benötigt man einen zweiten, separaten Dieseltank am Fahrzeug?
Nein, mit dem eoil-Systemplus ist kein zweiter Kraftstofftank erforderlich. Pflanzenöl und Diesel kann im selben Tank rein oder in jedem beliebigen Mischungsverhältnis getankt werden. Ausnahme: Standheizungen müssen auch nach der Umrüstung mit Diesel betrieben werden. Hierfür ist ein separater Dieseltank erforderlich.
- Kann mit dem eoil-Systemplus weiterhin Diesel gefahren werden?
Ja! Rein oder in jedem beliebigen Mischungsverhältnis mit Pflanzenöl. Es darf jedoch kein Biodiesel verwendet werden!
- Was ist das Energiesteuergesetz (EnergieStG)?
- Wird mit Pflanzenöl die EURO-5Norm eingehalten?
F. Fließverbesserer | Filter | Flammpunkt
- Was sind Fließverbesserer und wofür werden sie benötigt?
Fließverbesserer sind Kraftstoffzusatzmittel, die z.B. die Kältestabilität, die Filtrierbarkeit, das Paraffinabsetzverhalten sowie die Sedimentation von Paraffinkristallen von Dieselkraftstoff verzögern.
Für die Nutzung von Pflanzenöl als Kraftstoff mit dem eoil-Systemplus benötigt man grundsätzlich keine Fließverbesserer. eoil bietet keine Fließverbesserer an und empfiehlt sie auch nicht für, da die Auswirkungen nicht absehbar sind. Aufgrund ihrer oft nicht angegebenen Inhaltsstoffe können z. B. Verbrennungsvorgänge im Hinblick auf den Schadstoffausstoß ungünstig beeinflusst werden.
- Warum werden die eoil-Kraftstofffilter benötigt?
Warmes Pflanzenöl oxidiert mit Luftsauerstoff und verharzt. Diese Verharzungsprodukte verkleben Papierfilter. Die im Pflanzenöl in unterschiedlichen Mengen enthaltenen Lipide, die zu Membranbildung neigen, führen an den Feinstrukturen der Papierfilter zu Verdichtungen. Aus diesem Grund sind Dieselkraftstofffilter nicht zur Filtration von Pflanzenölen geeignet.
- Was ist der Flammpunkt von Pflanzenöl?
- Erlischt die Herstellergarantie durch die Nutzung von Pflanzenöl als Kraftstoff?
Es gibt auch heute keine generelle Freigabe von Pflanzenöl als Kraftstoff von irgendeinem Fahrzeug- oder Maschinenhersteller. Es besteht jedoch die Option, eine Maschinenbruch-Versicherung abzuschließen. Die Oil-Tec Handelsgesellschaft bietet mit dem Produkt „Oil-Tec Safety plus“ über einen Versicherungsmakler die passende Versicherung an.
- Gibt es Herstellerfreigaben für Pflanzenöl?
K. Kraftstoff | Kompressibilität | Kavitation | Kaltstart | Krebsrisiko | Kosten
- Welcher Kraftstoff darf verwendet werden?
Es darf Rapsöl nach DIN V 51605 und/oder Dieselkraftstoff gem. DIN EN 590 jeweils rein oder in jedem beliebigen Mischungsverhältnis verwendet werden.
- Was ist Kompressibilität bzw. Gasadsorbtion?
Die Kompressibilität ist die „Zusammenquetschbarkeit“ von Fluiden, hier Pflanzenöl. Sie entsteht durch Gasadsorbtion, d.h. durch die Anlagerung von Luft.
- Was ist Kavitation?
Kavitation kann an Bauteilen des Verbrennungsmotors auftreten, die von einem Medium um- bzw. durchströmt werden. Der Mechanismus soll am Beispiel des Zylinderrohrs eines Dieselmotors erläutert werden. Auf der wassergekühlten Rückseite können hochfrequente Schwingungen – erzeugt durch die Gaskräfte im Brennraum und die Stoßimpulse bei der Kolbenseitenbewegung – Kavitationsschäden erzeugen. Durch diese Schwingungen und Impulse kommt es zu hochfrequenten Schwingungen der Buchsenwand des Zylinderrohrs, die sich auf das Kühlwasser übertragen. An den Stellen, an denen der Dampfdruck der Flüssigkeit unterschritten wird, entstehen Dampfblasen, die beim erneuten Druckanstieg implodieren. Dadurch ergeben sich örtlich große Kräfte, die zur Zerstörung der Oberflächenschicht führen können. Es kommt zum Herauslösen kleinster Partikel, was schließlich „Lochfraß“ ergibt. Die Oberfläche der Rückwand des Zylinderrohrs wird unter Umständen so stark geschädigt, dass Wasser in das Zylinderrohr bzw. in das Kurbelgehäuse eintritt.
Einflussgrößen auf die Kavitation in diesem Bereich sind Motordrehzahl, Druckverlauf im Brennraum, Kolbenspiel und Kolbenmasse, Kolbendesachsierung, Wandstärke der Buchse, Werkstoff, Abmessungen der Wasserspalte und Kühlmittelführung.
Kavitation kann auch in Kraftstoffleitungen von Diesel- und Ottomotoren auftreten. In Kraftstoffleitungen kann örtlich der Dampfdruck – aufgrund hoher Geschwindigkeiten des Kraftstoffs – unterschritten werden. Es bilden sich Dampfblasen. Beim Zusammenbruch der Dampfblasen kommt es dann zu Kavitationsschäden in den Leitungen. Hier hilft das Anheben des Systemdrucks.
Kavitation kann z.B. auch am Laufrad der Wasserpumpe, an Ölpumpen, an Einspritzpumpen und Einspritzdüsen bzw. Injektoren auftreten. Die daraus resultierende verspätete Einspritzung kann Abbrand und Leistungscharakteristik verändern. Weiterhin kann sie zu Kraftstoffeintrag ins Motorenöl und vermehrt zu Ablagerungen im Brennraum führen.
- Kann auch ein kalter Motor mit Pflanzenöl gestartet werden?
- Gibt es ein erhöhtes Krebsrisiko durch die Nutzung von Pflanzenöl als Kraftstoff im Vergleich zu Diesel?
Es existieren bisher keine Untersuchungen, die ein Krebsrisiko durch Verwendung von Pflanzenöl als Kraftstoff belegen. Bisher nur in den Medien kolportierte Untersuchungen an einem nicht für den Betrieb mit Pflanzenöl vorbereiteten Motor haben ein höheres Mutagenitätsrisiko als für Dieselkraftstoff behauptet. Neuere Untersuchungen zeigen hingegen, dass bei Motoren, die für Pflanzenölkraftstoff insofern umgerüstet sind, indem sie ein geeignetes Filtersystem besitzen und mit einem den Lastbereichen angepassten Diesel-/Pflanzenöl-Gemisch betrieben werden, deutlich geringere Mutagenitätsraten aufweisen als reiner Dieselkraftstoff. Wenn auch Mutagenität und Kanzerogenität korrelieren, so sind doch nicht alle mutagenen Stoffe auch kanzerogen und umgekehrt. Kanzerogenität selbst ist noch nicht nachgewiesen worden, die dafür notwendigen Tests sind auch deutlich komplizierter und langwieriger. Für das eoil-Systemplus laufen ausführliche Untersuchungen in Zusammenarbeit mit zwei namhaften unabhängigen Instituten an modernen Lkw bzw. Lkw-Motoren.
- Wie hoch ist die Investition in das eoil-Systemplus
- Ist mit Leistungseinbußen zu rechnen?
Nein, bei der Nutzung von Pflanzenöl im Vergleich zu Diesel sind keine Leistungseinbußen oder Mehrverbrauch – wie z.B. bei der Nutzung von Biodiesel – zu erwarten. Mit Pflanzenöl läuft ein Dieselmotor in der Regel ruhiger und kann teilweise sogar mehr Leistung aufweisen als im Dieselbetrieb.
Mischungen | Maschinenbruchversicherung
- Darf Diesel und Pflanzenöl gemischt werden?
In Fahrzeugen oder Maschinen, die mit dem eoil-System oder eoil-Systemplus ausgestattet sind, darf Pflanzenöl gem. DIN V 51605 und Diesel beliebig gemischt werden.
- Was ist eine Maschinenbruchversicherung?
Für die meisten Fahrzeuge und Maschinen erlischt durch die Nutzung von Pflanzenöl als Kraftstoff die Herstellergarantie für den Motor. Das dadurch entstehende Risiko des Kunden kann z.B. durch eine Maschinenbruchversicherung aufgefangen werden.
Für Fahrzeuge und Maschinen mit dem eoil-Systemplus werden durch die Schunck Group in Hannover verschiedene eoil Versicherungskonzepte angeboten. Nähere Informationen unter: Link
- Was bedeutet Oxidation von Pflanzenöl?
Pflanzenöle, insbesondere heiße Pflanzenöle, neigen bei Kontakt mit Sauerstoff zur Oxidation/Verharzung. Bei diesem chemischen Prozess bilden sich u.a. Säuren und Wasser.
Das Problem der Oxidation von Pflanzenöl tritt teilweise bei Mitbewerbersystemen auf, z.B. durch Erwärmung des Pflanzenöls im Tank über zusätzliche Wärmetauscher o.Ä. oder durch den Rücklauf von warmem Kraftstoff aus dem Einspritzsystem in den Tank.
Pflanzenöl | Polymerisation | Pkw | Preis
- Was sind die problematischen Eigenschaften von Pflanzenöl?
(1) Hydraulische Probleme: Kraftstofffilterung, Kraftstoffförderung
(2) Gasadsorbtion: Kompressibilität, Kavitation
(3) Chemische Instabilität: Oxidation (Verharzung), Ablagerungen
Die Umrüstkonzepte der meisten Mitbewerber setzen an der gegenüber Dieselkraftstoff deutlich höheren Viskosität an.
Sie alle bieten Ein-Tank- oder Zwei-Tank-Systeme an, die auf der Erwärmung des Pflanzenöls basieren und zumeist auch auf diese beschränkt sind. Physikalisch betrachtet spielt die Viskosität nur eine untergeordnete Rolle, da sich diese ausschließlich auf die hydraulisch problematischen Eigenschaften der Kraftstoffförderung und -filtrierung beschränken.
- Wo bekommt man Pflanzenöl als Kraftstoff?
- Wie muss Pflanzenöl gelagert werden?
Pflanzenöl muss kühl, trocken und von Sauerstoff abgeschlossen gelagert werden. Ein Vorrat sollte nach drei Monaten verbraucht sein.
Pflanzenöl ist in die geringste Wassergefährdungsklasse eingestuft.
eoil empfiehlt, vor der Tankbestellung mit der Unteren Wasserschutzbehörde des örtlichen Ordnungsamtes Kontakt aufzunehmen. Dort bekommen Sie regionalspezifische Informationen und Vorschläge zur geplanten Tankaufstellung.
- Welche Auswirkungen hat Pflanzenöleintrag ins Motoröl und was ist Polymerisation?
Kraftstoffeintrag ins Motoröl lässt sich nicht vermeiden. Dieser Eintrag ist bei Diesel weniger problematisch, da Diesel bei Betriebstemperatur verdampft. Pflanzenöl hingegen verdampft aufgrund seines höheren Siedepunktes nicht. Unter bestimmten Bedingungen kann der Pflanzenöleintrag zu Polymerisation („Gum-Bildung“) führen, was kapitale Motorschäden zur Folge hat. Beim eoil-Systemplus wird durch die Additivierung mit AdRU u.a. die Polymerisation verhindert.
- Können auch Pkw umgerüstet werden?
eoil bietet z.Zt. kein Produkt für die Umrüstung von Pkw an.
- Welchen Preis hat eine Umrüstung?
Das eoil-Systemplus wird für Lastkraftwagen, Baumaschinen und Agrarfahrzeuge angeboten. Je nach Leistungspaket unterscheiden sich die Preise. Die eoil Produkte können nicht von eoil direkt bezogen werden. Sie werden ausschließlich von zertifizierten eoil Vertriebs- und Servicepartnern verkauft, eingebaut und gewartet. Wenden Sie sich an einen unserer über 400 Vertriebs- und Servicepartner zur Erstellung eines fahrzeugspezifischen Angebots.
- Welche Qualität muss Pflanzenöl als Kraftstoff aufweisen?
- Was ist der Unterschied zwischen kalt gepresstem und raffiniertem Pflanzenöl?
Der Unterschied liegt im Wesentlichen im Herstellungsverfahren. Während die Kaltpressung von Pflanzenöl auch in kleinen Einheiten in kleinen Betrieben vorgenommen werden kann, ist die Herstellung von Raffinat ein großindustrieller Prozess.
Pflanzenöl wird im Wesentlichen in drei Verfahrensschritten gewonnen. Im ersten Schritt erfolgt eine gründliche Reinigung von Fremdbesatz und Fremdkörpern. Damit werden eine hohe Ölqualität und die Lebensdauer der Presswerkzeuge sichergestellt. Eine angemessene Trocknung erhöht die Lagerfähigkeit, aber auch die Ölausbeute und -qualität. Die Anlagen zur nachfolgenden Pressung sind entweder industrielle Ölsaatenverarbeitungsanlagen mit hoher Verarbeitungskapazität oder dezentrale Ölpressen im direkten Umfeld der Landwirtschaftsbetriebe (Geitmann 2003).
Es werden im Wesentlichen zentrale und dezentrale Anlagen unterschieden. Die zentralen industriellen Verfahren arbeiten mit der mechanischen Pressung nachgeschalteten Extraktions- und Raffinationsverfahren. Mit Hilfe von lipophilen Lösungsmitteln, wie z.B. Hexan, wird das verbleibende Öl entzogen und anschließend extrahiert. Bei der dezentralen Verarbeitung in Kleinpressen werden 0,5 bis 25 t täglich nur mit mechanischen Verfahren gepresst, ein Restanteil von etwa 15-20 % Öl verbleibt im Rapsschrot. Bei Großanlagen liegt die Ölausbeute bei nahezu 99 %, die tägliche Verarbeitungsleistung liegt bei 4000 t pro Tag (Hartmann 2002).
Zuletzt wird das gewonnene Pflanzenöl mit Hilfe verschiedener hintereinander geschalteter Filtersysteme gereinigt.
Der verbleibende Presskuchen kann entweder als lagerfähiger Lebensmittelzusatz, Tierfutter, Düngemittel oder als Kosubstrat in Biogasanlagen verwendet werden.
- Was ist der Stockpunkt von Pflanzenöl?
Als Stockpunkt bezeichnet man die Temperatur, bei der eine Flüssigkeit aufhört zu fließen; bei Schmierstoffen oder Dieselkraftstoff ist es die Temperatur, bei der sich in der Flüssigkeit erste Kristalle bilden.
Die verschiedenen Pflanzenöle haben sehr unterschiedliche Stockpunkte. In der Literatur findet man z.B. Stockpunktwerte für Rapsöl von ca. -12 °C bis -25 °C, bei Sojaöl von ca. 0 °C bis -15 °C und bei Palmöl von ca. +36 °C.
Mit dem eoil-Systemplus kann kalt gepresstes oder raffiniertes Rapsöl nach DIN V 51605 verwendet werden. Bei Außentemperaturen unterhalb des Stockpunkts empfiehlt eoil die Nutzung von Dieselkraftstoff.
- Muss Pflanzenöl versteuert werden?
Mit der Einführung des Energiesteuergesetzes am 1. August 2006 wurde das Mineralölsteuergesetz außer Kraft gesetzt.
Tierische und pflanzliche Öle und Fette der Positionen 1507 bis 1518 der kombinierten Nomenklatur (darunter fällt auch Rapsöl) sind nach § 1 EnergieStG Energieerzeugnisse und unterliegen dem Energiesteuergesetz, wenn sie als Kraft- oder Heizstoff verwendet werden.
Nach § 2 Abs. 4 Energiesteuergesetz unterliegen Rapsölkraftstoff und andere pflanzliche Öle für den mobilen Einsatz grundsätzlich der gleichen Steuer wie Dieselkraftstoff, da sie diesem in ihrer Beschaffenheit und in ihrem Verwendungszweck am nächsten kommen. Jedoch ist nach § 50 EnergieStG eine Steuerbegünstigung von Rapsölkraftstoff und anderen pflanzlichen Ölen als Reinkraftstoff bis 31. Dezember 2011 festgeschrieben. Die Höhe der Steuerbegünstigung wird ab 1. Januar 2008 schrittweise verringert. Als Voraussetzung für die Gewährleistung der Steuerbegünstigung von Rapsölkraftstoff müssen die Rapsölkraftstoffhersteller ihre Tätigkeit beim zuständigen Hauptzollamt anzeigen und die Energiesteuerentlastung beantragen. Nach § 50 Abs. 1 EnergieStG wird die Steuerbegünstigung für Rapsölkraftstoff nur für die Anteile gewährt, welche die Mengen der Biokraftstoffbeimischungsquote übersteigen. Für die Anteile in Höhe der Biokraftstoffbeimischungsquote muss die Energiesteuer in Höhe von 47,04 Cent/l abgeführt werden („fiktive Quote“). Dadurch ist für Rapsölkraftstoff effektiv bereits seit Januar 2007 eine Energiesteuer in Höhe von 2,07 Cent/l abzuführen. (Stand 06/2007).
Aktuelle Informationen unter www.biokraftstoff-portal.de
- Ist nach der Umrüstung eine separate TÜV-Abnahme erforderlich?
Nein, mit dem Einbau des eoil-Systemplus wird keine bauartliche Veränderung des Fahrzeugs vorgenommen, deshalb ist in der Regel keine separate TÜV-Abnahme erforderlich.
- Gibt es in Deutschland ein flächendeckendes Tankstellennetz für Pflanzenöl?
Ein deutschlandweites Tankstellennetz für Pflanzenöl finden Sie unter www.tankpool24.de
Ultraschall | Umrüstsysteme (Ein-Tank-, Zwei-Tank-Systeme, eoil-Systemplus)
- Warum wird Pflanzenöl mit Ultraschall behandelt?
Im USG (Ultraschallgefäß) wird mit Hilfe der Ultraschallbehandlung der Kraftstoff aufbereitet, um seine Kompressibilität zu minimieren, um Kavitationsschäden zu vermeiden und die Einspritzdynamik und eine optimalen Verbrennung des Pflanzenöls zu gewährleisten.
- Worin unterscheiden sich die Umrüstsysteme auf dem Markt?
Pflanzenöl ist ein Naturprodukt und nur durch geeignete Maßnahmen als Ersatz für Dieselkraftstoff zu verwenden. Die Maßnahmen liegen in der Lösung der problematischen Eigenschaften von Pflanzenöl. Ziel der Maßnahmen ist es, Pflanzenöl so aufzubereiten, dass es im Motor dieselgleich verwendet und verwertet werden kann.
Dieses wird durch das eoil-Systemplus vollständig erreicht: Die Betriebsbedingungen werden so eingestellt, dass die Nachteile des Betriebs mit Pflanzenöl nicht mehr auftreten. Hierzu gehören Kavitationsvorgänge, unzureichende hydraulische Füllung, Schaumbildung infolge von Separation adsorbierter Luft von Öl und Dampfkavitation, vor allem im Düsenkanalbereich, wodurch eine massive Schädigung der Injektoren eintritt. Gasadsorption und Wassereintrag sowie Wasser- und Säurebildung durch Oxidationsprozesse werden ebenso verhindert wie chemische und elektrochemische Korrosionsschäden.
Die Umrüstkonzepte der meisten Mitbewerber setzen an der gegenüber Dieselkraftstoff deutlich höheren Viskosität an. Sie alle bieten Ein-Tank- oder Zwei-Tank-Systeme an, die auf der Erwärmung des Pflanzenöls basieren und zumeist auch auf diese beschränkt sind. Physikalisch betrachtet spielt die Viskosität aber nur eine untergeordnete Rolle, da sich diese ausschließlich auf die hydraulisch problematischen Eigenschaften der Kraftstoffförderung und -filtrierung beschränken.
Erklärung der Mitbewerber: Durch die Erwärmung wird Pflanzenöl dünnflüssig. Wenn das Pflanzenöl ebenso viskos ist wie Dieselkraftstoff, lässt es sich ebenso verwenden wie dieser.
Dies ist ein Trugschluss. Dass Pflanzenöl durch Erwärmung die gleiche Viskosität erreicht wie Dieselkraftstoff, heißt nicht, dass es dadurch auch gleiche chemisch-physikalische Eigenschaften von Diesel bekommt. Im Gegenteil, die Erwärmung fördert sogar die chemische Instabilität von Pflanzenöl und beschleunigt Verharzungsprozesse.
Versicherung | Viskosität | Verkokung | Unvollständige Verbrennung | Verharzung
- Wofür benötigt man eine Versicherung?
siehe Maschinenbruchversicherung
- Was ist die Viskosität von Pflanzenöl?
Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids. Der Kehrwert der Viskosität ist die Fluidität, ein Maß für die Fließfähigkeit eines Fluids. Je größer die Viskosität ist, desto dickflüssiger, d.h. umso weniger fließfähig ist das Fluid, je niedriger die Viskosität, desto dünnflüssiger ist es und desto höher ist die Fluidität.
Die Viskosität von Pflanzenöl ist stark temperaturabhängig, d.h. je wärmer die Außentemperatur, umso dünnflüssiger ist Pflanzenöl. Je kälter es wird, desto zähflüssiger wird Pflanzenöl, bis es seinen Stockpunkt (à Link) erreicht und aufhört zu fließen.
Die Umrüstkonzepte der meisten Mitbewerber setzen an der gegenüber Dieselkraftstoff deutlich höheren Viskosität an. Sie alle bieten Ein-Tank- oder Zwei-Tank-Systeme an, die auf der Erwärmung des Pflanzenöls basieren und zumeist auch auf diese beschränkt sind. Physikalisch betrachtet spielt die Viskosität aber nur eine untergeordnete Rolle, da sich diese ausschließlich auf die hydraulisch problematischen Eigenschaften der Kraftstoffförderung und -filtrierung beschränken. Das eoil-Systemplus arbeitet nahezu viskositätsunabhängig. Es kann Pflanzenöl gem. DIN V 51605 genutzt werden, solange es nicht stockt.
- Wodurch entstehen Verkokungen?
Verkokungen und Ablagerungen entstehen durch unvollständige Verbrennung und den daraus resultierenden chemischen Vorgängen im Brennraum und im Motorenöl.
- Was bedeutet unvollständige Verbrennung?
- Was bedeutet Verharzung von Pflanzenöl?
Weihenstephaner Standard | Winterbetrieb | Wartung
- Was ist der Weihenstephaner Standard?
Der RK Standard Weihenstephan der TU Weihenstephan definiert die Qualität von Pflanzenöl. Diese Definition hat ihren Ursprung in der Qualitätsdefinition von Pflanzenöl als Lebensmittel. Mit der seit Anfang Juli 2006 vorliegenden Norm für Rapsölkraftstoff – DIN V 51605 – liegt nunmehr eine rechtsverbindliche Norm für die Produktion und Vermarktung von Rapsöl als Kraftstoff vor.
- Kann auch im Winter Pflanzenöl genutzt werden?
Z. Zündfähigkeit Wie ist die Zündfähigkeit von Pflanzenöl?
Die Zündung ist ein statistischer Prozess, der von der Kraftstoffoberfläche und der Atmosphäre abhängt. Der Flammpunkt von Öl beträgt ca. 230 °C. Im Brennraum wird bei der Kompression – auch bei kalter Maschine – eine Temperatur von über 800 °C erreicht.
Die Cetanzahl beschreibt das Abbrandverhalten des Kraftstoffs. Da das Abbrandverhalten aber auch vom Gemisch abhängt, ist die Cetanzahl nicht der Parameter, der das Startverhalten beschreibt.
Aus diesem Grund genügen die Bedingungen im Brennraum beim Start eines Motors in jedem Betriebspunkt – auch bei kalter Maschine – den Anforderungen zur Zündung und Verbrennung von Pflanzenöl.